Schädel-Hirn-Trauma

Schädel-Hirn-Traumen gehören – wie alle Arten der Hirnschädigung – zu den großen Problembereichen bei der Beurteilung, ob Kraftfahrtauglichkeit (wieder) gegeben ist. Die Spannbreite möglicher Beeinträchtigungen geht von keinen Auswirkungen auf das Autofahren, bis hin zu Reaktionsminderungen, Konzentrationsschwächen, Raumorientierungsproblemen, Blickfeldeinschränkungen, Wesensveränderungen, körperlichen Beeinträchtigungen (wie z. B. Störung der Fein- und Grobmotorik, Spastik, Lähmungen). Es sind ausführliche neurologische und augenärztliche (ggf. othopädische) Gutachten von spezialisierten Praxen und Krankenhäusern erforderlich. Die Fahrschule muss dezidierte Erfahrungen mit hirngeschädigten Menschen haben.Schädel-Hirn-Trauma

Hör- /Sprachschädigung

Wer gehörlos ist, kann in der Regel ohne weitere Auflagen und Beschränkungen einen Führerschein machen. Es muss allerdings ein ohrenärztliches Gutachten vorgelegt werden in dem die Gehörlosigkeit diagnostiziert wird. Das Gutachten muss Aussagen über möglich Hörfunktionen enthalten, auf Gleichgewichtsstörungen eingehen und ggf. festlegen, dass ein Hörgerät während der Fahrt zu tragen ist. Auch der Motorrad-Führerschein kann u. U. gemacht werden, wenn keine Gleichgewichtsstörungen bestehen.

Wir bieten bei Bedarf speziellen Theorie-Unterricht mit einer Gebärdensprachen-Dolmetscherin nur für Gehörlose an. In der Team-Fahrschule findet der praktische Unterricht in Gebärdensprache statt. Die Theorie-Prüfung kann schriftlich mit dem Fragebogen gemacht werden oder mit einem Gebärdensprachen-Dolmetscher. In der praktischen Prüfung übersetzt der Fahrlehrer oder die Fahrlehrerin die Ansagen den Prüfers in Gebärdensprache.

Leider haben viele gehörlose Fahrschüler/innen große Probleme, die theoretische Prüfung zu bestehen. Das hat vielschichtige Ursachen. Es gibt keine Lernmedien für Gehörlose. Gehörlose Fahrschüler/innen sind häufig nur auf die Aufnahme des Stoffes im Theorie-Unterricht mit Dolmetscher/in angewiesen. Viele sind nicht in der Lage das Lehrbuch zu Hause zu lesen und ausreichend zu verstehen. Ebenso sieht es mit den Fragebögen aus. Die Fragen werden in ihrer Komplexität und Genauigkeit nicht verstanden. Oft fehlt der Wortschatz. Ausländische Gehörlose können oft nicht die Deutsche Gebärdensprache. So bleibt für viele Gehörlose nur wenig Möglichkeiten ausreichend zu lernen. Entsprechend hoch ist dann die Durchfallquote.

Wir bieten spezielle Lerngruppen mit Dolmetscher/in an, um ausreichend auf die Prüfung vorzubereiten.